Zählwerk
 
  Webseitenbesucher
 
Gesamt: 11470  Online: 1  |  Heute: 190  |  Gestern: 140

 
Werbeanzeigen
   



Ihre werbung könnte hier zu sehen sein!

   
hier könnte Ihre Werbung stehen
   

Ich habe dich unter meinem Herzen getragen,
all die vielen, vielen Tage.

Deine Bewegungen waren zu spüren,
taten Glücksmomente in mir schüren.

Legte meine Hand auf meinen Bauch,
erzählen tat ich mit dir auch.

Es war ein schönes Gefühl,
das mir so gut gefiel.

Dann kam alles ganz schnell,
der Kreissaal und das Licht ganz grell.

Zu frühe Wehen setzten ein,
fühlte mich trotz den vielen Ärzten hilflos und allein.

Hörte mich laut und verzweifelt weinen,
mein Baby muss doch noch bei mir bleiben!

Sechs Monate sind viel zu wenig Wachstumszeit,
du bist noch nicht für ein Leben außerhalb von mir bereit.

Die Wehen kamen heftig und schnell,
du erblicktest das Licht der Welt.

Nur einen kurzen Moment durfte ich dich sehen,
dann musste die Hebamme wieder mit dir gehen.

Dein Atem war flach, dein Herz sehr schwach,
du kamst an einen Monitor, der hat über dich gewacht.

Mir wurde wenig Hoffnung gemacht,
du warst einfach viel zu schwach.

Alles flehen und beten half mir nichts,
du hattest dir Kraft zum Überleben einfach nicht.

Ich saß neben deinem Bettchen als du gingst,
wo du noch an so vielen Schläuchen hingst.

Meine Verzweiflung war unermesslich schwer,
ich dachte, ich erlebe die nächsten Tage nicht mehr.

Ich sah dich bildlich immer wieder vor meinen Augen,
hatte Angst man könnte mich meiner Gedanken zu dir berauben.

Das ist doch das einzige was ich noch von dir habe,
die Gedanken und die Liebe als ewig kostbare Gabe.

Wir beide hatten nicht viel Zeit zum kennen lernen,
doch der Gedanke an dich wird mein Herz für immer wärmen.

Die Worte „Ich hab dich furchtbar lieb“ sollen dich begleiten,
auf all den für mich unerreichbaren Weiten.

© Daniela Getrost

Ich habe dich mit Stolz in mir getragen,
in all den wunderbaren Tagen.

Habe deine Bewegungen in mir verspürt,
welch ein Glücksgefühl hat das in mir geschürt.

Deine Schwestern freuten sich auf dich,
mindestens genauso wie ich.

Sie legten ihre Hände auf meinen Bauch,
so verspürten sie dich auch.

Doch dann kam dieser schreckliche Sommertag,
an den ich am liebsten nicht mehr denken mag.

Der Vorsorgetermin wurde zum schlimmsten Tag in meinem Leben,
um diesen aus meinem Leben zu streichen würde ich alles geben.

Der Ultraschall brachte den unfassbaren Befund,
du starbst in mir und wir wussten nicht den Grund.

Ich schrie vor Verzweiflung laut auf,
und alles nahm schicksalhaft seinen Lauf.

Ich konnte es nicht begreifen,
Du solltest doch gesund in mir reifen.

Ich musste dich normal gebären,
einen Kaiserschnitt taten sie mir verwehren.

Sie fragten mich ob ich dich nachher sehen will,
ich konnte noch nicht, in mir war alles so still.

In der Nacht dann kam das Gefühl,
dass mich mit Sehnsucht zu dir überfiel.

Hätte dich so gerne in den Arm genommen,
doch diese Hoffnung wurde mir von den Ärzten genommen.

Wollte dir in dein Gesichtchen schauen,
mir ein Gedankenbild von dir erbauen.

Quälende Gedanken dich nicht gesehen zu haben,
hinterlassen noch heute in mir nicht heilende Seelennarben.

Ohne deine Schwestern hätte ich das alles nicht überstanden,
dafür möchte ich ihnen von Herzen mit viel Liebe danken.

Du warst und bist eine Bereicherung für unser Leben,
das damals Geschehene lässt uns heute noch erbeben.

Wir schicken dir unsere Liebe in die funkelnde Sternennacht,
und hoffen, dass der Mond euch Sternenkinder gut bewacht.

Schlaf gut mein geliebter Stern,
deine Schwestern und ich haben dich so furchtbar gern.


Gewidmet für Bea, in Gedanken an Noah

© Daniela Getrost

Noch nicht einmal das Licht der Welt gesehen,
still geboren musst du von uns gehen.

Hätten gerne in deine kleinen Äuglein geschaut,
streichelten stattdessen deine noch warme Haut.

Schauten uns deine Händchen und die Füßlein an,
einfach alles was man in der kurzen Zeit nur kann.

Küssten dich zart auf deine Wangen,
waren von deinem schönen Anblick ganz gefangen.

Waren ganz verliebt in dein rosiges Gesicht,
nur mit nachhause nehmen dürfen wir dich nicht.

Wir wollen aus dem schlimmen Traum erwachen,
doch niemand kann das Geschehene rückgängig machen.

Zurück bleiben wir für alle Zeit mit großer Liebe zu dir,
dieses Versprechen geben wir dir hier!

© Daniela Getrost

Tag und Nacht haben wir an deinem Bettchen gewacht,
haben vor lauter Sorge kein Auge zugemacht.

Du lagst da so friedlich und hast alles ertragen,
all die vielen Schläuche und angeschlossenen Apparate.

Unser Herz tat weh dich so zu sehen,
wollten nicht von deinem Bettchen gehen.

Haben abwechselnd nach dir geschaut,
haben auf die Hilfe der Ärzte vertraut.

Deine Kraft im kleinen Körper lies nach,
alle Hoffnung in uns zerbrach.

Hilflos und mit ohnmächtigem Schmerz,
spürten wir die Gefahr die kam ganz nah an unser Herz.

Die angstvoll befürchtete Zeit war gekommen,
du wurdest uns nach so kurzer Zeit wieder genommen.

Wir haben dich ein letztes mal in unseren Armen gehalten,
den zarten Duft deines kleinen Körpers werden wir immer in uns behalten.

Konnten wir dich auch nur kurz bei uns haben,
war dies unsere allerschönste Lebensgabe.

Nun lassen wir schweren Herzens deine kleine Seele wandern,
zu den leuchtenden Sternenkindern den vielen anderen.

Doch die Gewissheit, dass wir uns eines Tages wieder sehen,
lässt uns den Abschied von dir Hoffnungsvoll durchstehen.

Deine Eltern geben dir noch mit auf den weiten Weg in die Ferne,
die liebgemeinen Worte: Wir haben dich ganz furchtbar gern!

© Daniela Getrost

 Ein großer Engel wicht über die Kleinen
so sehr als wären es die Seinen.

Er sieht wie die Eltern um den kleinen Engel weinen,
so sehr tut der Tränenglanz in den Himmel scheinen.

Die sehnsuchtsvollen Augen schauen in den Nachthimmel,
zu dem hell erleuchteten Sternengewimmel.

Sie schauen traurig durch ihren Tränenschleier nach ihrem Kind,
schicken viele Küsse hinauf, getragen vom sanften Wind.

Der große Engel fängt die Küsse der Eltern ein,
weiß sie wollen ganz nah bei ihrem Sternenkind sein.

So werden die Küsse zum richtigen Sternchen begleitet,
dieses spürt, sein Herzchen wird von den Erdeneltern gestreichelt.

Als Dankeschön schickt es hinab in die erwartungsvollen Gesichter,
die allerschönsten und liebevoll heilenden Seelenlichter.

Sie sollen leuchten in den glitzernden warmen Farben,
und heilen die unendlich traurigen Seelennarben.

Die Eltern fühlen sich nicht mehr so ganz allein,
in dem von ihrem Sternenkind geschickten Sternenschein.

Nehmen sich dann beide dankbar an den Händen,
bis sie sich wieder sehnsuchtsvoll zum Himmel wenden.

© Daniela Getrost