Unsere Geschichte

Unser Sohn Sascha Kahlert wurde am 12.07.1976 um 15.20 Uhr in Recklinghausen geboren. Er war ein Wonneproppen mit 4050 Gramm und 55cm groß. Ich war so stolz, als ich ihn im Arm hielt. Als wir aus dem Krankenhaus entlassen wurden, wartete schon die Familie, um das neue Familienmitglied zu begrüßen. Eine wundervolle Zeit begann. Leider dauerte sie nur zwei Jahre. Wenn ich das gewusst hätte, ich weiß nicht, hätte ich dann etwas anders gemacht? Sascha entwickelte sich wie ein ganz normaler Junge. Er hat uns so viel Freude gemacht. Bei der letzten Vorsorgeuntersuchung sagte uns der Arzt, sie haben einen kerngesunden Sohn. Zwei Wochen später im Urlaub wurde er plötzlich krank.
     
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Saschas Reise zu den Sternen

Ich war mit meinem Sonnenschein, Opa Paul und Oma Lotte im Urlaub in Travemünde. Saschas Papa bekam keinen Urlaub, da er gerade seine Arbeitsstelle gewechselt hatte. Sascha wachte am 2. Tag unseres Urlaubes am Morgen mit Fieber auf. Sein Gesicht und seine Fingerchen waren angeschwollen. Wir sind sofort ins Krankenhaus gefahren. Der erste Schock kam, als man mir sagte, dass er in der Klinik bleiben musste. Sein Zustand verschlimmerte sich über Nacht und er wurde auf die Intensivstation verlegt. Ich war von morgens bis abends an seinem Bettchen, bis er eingeschlafen war. Jeden Tag betete ich zu Gott -Bitte, bitte mach ihn wieder gesund-. Ich fühlte mich so allein und hilflos. Es tat so weh, ihn dort liegen zu sehen. Sascha war so lieb, er hat nie geweint. Am 4. Urlaubstag kam dann auch morgens endlich sein Papa. Der Arzt sagte mir, das es ihm besser geht und er auf die Kinderstation verlegt wird. Ich dachte Gott sei Dank jetzt wird alles gut. Plötzlich wurde er sehr unruhig und schrie -ich will hier raus-. Diesen Schrei werde ich nie in meinem Leben vergessen. Der Arzt kam und gab ihm eine Spritze zur Beruhigung. Danach ging alles sehr schnell. Der Apparat an den Sascha angeschlossen war fing an zu piepsen. Um 14.30 Uhr hörte sein kleines Herz einfach auf zu schlagen. Wir mussten das Zimmer verlassen. Ich betete zu Gott -bitte hilf ihm, ich will ihn nicht verlieren-. Aber der liebe Gott erhörte mich nicht. Die Worte vom Arzt klingen immer noch in meinen Ohren, -es tut mir leid, wir konnten ihrem Sohn nicht helfen-. Akutes Nierenversagen, da kann man nichts machen.

Er wurde uns einfach so entrissen. Wir konnten uns nicht mehr verabschieden. Ich konnte mein Sonnenschein nicht mehr in den Arm nehmen, ihm nicht mehr sagen wie sehr ich ihn liebe. Ich war wie gelähmt, ich konnte nicht begreifen was passiert war. Dann passierte etwas unheimliches, als Sascha aufhörte zu atmen, blieb die Uhr von Opa Paul stehen. Man überredete uns unsern Sohn frei zu geben für Untersuchungen. Schnell haben wir aber erkannt, das wir das nicht wollen. Ich wollte ihn bei mir haben, an sein Grab gehen, wenn mir danach ist, mit ihm reden, mit ihm weinen. Wir teilten den Ärzten unsere Entscheidung mit und ließen unseren Sascha von Kiel wo er inzwischen war nach Bochum überführen. Das war für uns die einzig richtige Entscheidung. Ich hätte es mir nie verziehen meinen kleinen Sascha einfach in Kiel zu lassen. Das ist jetzt 33 Jahre her und ich leide noch immer sehr unter dem Ereignis von damals.

Verstehen werde ich es niemals!
     
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Die Trauer

Es ist immer noch sehr, sehr schwer, meistens muss ich weinen, wenn ich alleine bin. Wenn du mir so wahnsinnig fehlst, wünsch ich mir, dass ich bei dir wäre. Ich stehe vor deinen Bildern und frage, warum bist du nicht mehr bei mir? Du hast ein Jahr nach deinem Tod einen kleinen Bruder bekommen. Torsten war dir bei der Geburt wie aus dem Gesicht geschnitten. Du wärest sehr stolz auf ihn, so wie ich es bin. Du hast eine riesengroße Lücke in meinem Leben hinterlassen, die nichts und niemand schließen kann. Was mir bleibt ist meine unstillbare Sehnsucht, aber auch die vielen schönen Erinnerungen an dich.

     
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Wo bist Du?

Wo bist du? Frage ich das kleine Licht. Hier bin ich! Mama spürst du mich nicht? Ich spüre dich, doch sehe ich dich nicht, entgegne ich dem Licht. Warum bist du gegangen mein kleines Licht, so traurig bin ich ohne dich. Ach Mama so weine doch nicht, schließe die Augen und fühle mich ich bin ganz nah. Warum? Ich wieder frag, warum nur gehst du, kleines Licht, lässt mich im Stich, ich liebte dich! So lieb mich weiter ich bin doch da! Nicht traurig sein Mama, ich liebe dich. Nie wollte ichverlassen dich, doch musste ich. Du wartest auf mich und ich auf dich.
Ich liebe dich!!!!
     
     
Was ist ein Kind?

Es ist Liebe, die Gestalt angenommen, Glück für das es keine Worte gibt. Eine kleine Hand, die dich zurück führt, in eine Welt die du fast schon vergessen hast.

Kinder sind wie Schmetterlinge im Wind. Einige können höher fliegen als andere, aber jeder einzelne, fliegt so gut er kann. Jeder einzelne ist schön. Jeder einzelne ist etwas ganz besonderes.

Nie mehr mit dir spazieren gehen. Nie mehr die Wolken mit dir sehen. Nie mehr Schneeflocken im Gesicht. Nie mehr dich morgens lächeln zu sehen. Nie mehr deine Nähe spüren. Nie mehr deinen Geruch riechen. Nie mehr mit dir kuscheln. Nie mehr dich in meinen Armen halten. Ich habe dich so lieb mein kleiner Engel.

In Liebe Deine Mama
     
     
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Frau Gudrun Kahlert-Wiktorowitz.

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