Für Dich

Irgendwo, da gibt es ihn, den geheimen Garten.
Alle Seele ziehn dahin, besonders die ganz Zarten.
 

Sanft in Mondlicht eingetaucht, wie Nebel die sich teilen,
 mit zarten Farben angehaucht, man möcht gern dort verweilen.
 

 Bedeutungslos sind Zeit und Raum, die Körper ohne Formen,
 wie in einem stummen Traum, hier gibt es keine Normen.
 

Der Ort, er könnt ein Tränchen sein, lass die Gedanken fliegen,
dieser Platz ist dein allein, so wirst du Schmerz besiegen.
 

In der Elfendämmerung, wo noch silberne Einhörner leben.
Ich wünsche und glaube und vor allem darum, muss es diesen Ort einfach geben!!!



In ewiger Liebe deine Mama
Jacqueline Kaiser

 

Hier meine eigene traurige Geschichte in kurzen Worten!



Ich selber leide seit meiner Geburt unter Spina bifida (offener Rücken) und wir waren alle sehr überrascht, als ich gemerkt habe, dass ich schwanger wurde. Die Ärzte hatten mir auch gleich gesagt, dass Sie mein Kind wahrscheinlich schon in der 32. SSW per Kaiserschnitt holen müssten. Doch so lange wollte Justin nicht warten. Bereits in der 26. SSW hatte ich fünf Tage lang Wehen und sie haben ihn dann in der 27. SSW geholt. Dadurch das ich für die Reife der Lungen Tabletten bekommen habe, ging es ihm sehr gut. Er hat sogar selbstständig geatmet.

Doch bereits zwei Tage später, rief mich die Frühgeborenenstation an und meinten das Justin auf einer Seite Hirnbluten hätte, aber es ginge ihm soweit ganz gut. vier bis fünf Stunden später riefen die Ärzte wieder bei mir an und meinten; sie wüssten nicht ob er die Nacht überlebe, und ob ich ihn vorher noch mal sehen möchte. Gott sei dank war gerade eine Freundin bei mir zu Besuch, denn alleine hätte ich diesen Besuch bei Justin  nie geschafft. Dem Kleinen ging es einfach nur schlecht. Auch wenn sich seine Werte für kurze Zeit verbesserten. Dann nach einem aufklärenden Gespräch stellten die Ärzte mich vor die schlimmste Wahl meines Lebens!  Wir können Justin ruhig einschlafen lassen, oder alles tun damit er überlebt. Aber in diesem Fall würde er nur geistig und auch körperlich schwerstbehindert überleben. Nachts kam dann eine Schwester von der Frauenklinik mit dem Telefon in mein Zimmer und ich hatte in diesem Moment schon die Schreckliche Vorahnung  was passiert ist. Justin ist von mir gegangen und ich war in diesem Moment als er zu den Sternen reiste nicht bei ihm. Ich vermisse den kleinen Kerl  so furchtbar!

Der Kontakt zu Justins Vater verschlechterte sich mehr und mehr, ich kam und komme auch jetzt noch nicht damit klar, dass er so tut als hätte es Justin nie gegeben. Er fand es nicht mal notwendig auf die Beerdigung seines Sohnes zu kommen. Auch besuchte er noch nie das kleine Gräblein. Jetzt wo der erste Geburtstag  ein Stück näher rückt, kommt das ganze Geschehen wieder in mir hoch.

Eigentlich müsste ich mich ja jetzt freuen, denn ich bin zum zweiten mal schwanger, in der 13. SSW. (Aber nicht von Justins Vater) Irgendwie denke ich es ist Hochverrat an meinem Sohn, wenn ich mich über das Baby in mir freue. Außerdem habe ich allergrößte Angst, dass wieder so etwas schreckliches  passieren könnte. Das wäre für mich unerträglich!

Es tut gut, sich mal alles von der Seele zu schreiben, denn mit den quälenden Gedanken und  Gefühlen ist man oftmals ganz alleine.

Jacqueline mit Justin fest im  Herzen 

Juli 2005

 

 

K O N T A K T

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Diese Kerze brennt in ewiger Erinnerung an meinen kleinen Sohn JUSTIN!

 

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