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beisetzungspflicht

Keine Bestattungspflicht bei Frühgeborenen unter 500 Gramm

In Deutschland sind Kinder mit einem Körpergewicht unter 500 Gramm nicht bestattungspflichtig.
Hier spricht man von einer Fehlgeburt. Sie werden bisher nicht in Personenstandsbüchern noch in das Geburtenbuch aufgenommen. Auch werden sie nicht statistisch erfasst, sie haben gesetzlich auch kein Namensrecht. Das heißt; sie wurden zwar normal geboren, existieren aber offiziell nicht.

Anders ist es bei einer Totgeburt, wenn das Kind mindestens 500 Gramm wiegt, im Mutterleib oder während der Geburt verstorben ist. Totgeburten müssen gegenüber einer Fehlgeburt standesamtlich registriert werden. Auf Wunsch des Verfügungsberechtigten (so werden die Eltern in diesem Fall genannt) wird der Vor- und Familienname eines totgeborenen Kindes im Geburtenbuch eingetragen.

Die gesetzliche Grundlage der Länder sieht vor, dass nicht bestattungspflichtige Fehlgeburten nach hygienischen Vorschriften und moralischem Empfinden unverzüglich dementsprechend (lt. Beseitigungspflicht) beseitigt werden müssen.

ACHTUNG! Eltern haben grundsätzlich die Möglichkeit ihr Kind zu bestatten, auch wenn es unter 500 Gramm Körpergewicht hatte. Leider wissen das viele Eltern nicht und erfahren das erst, wenn es schon zu spät ist. In den Geburtskliniken informieren wenige Hebammen oder Ärzte über diese Möglichkeit. Manche Friedhöfe verwehren auch die Bestattung und berufen sich hierbei auf das PStG (Personenstandgesetz). Eltern die von diesen Möglichkeiten nichts erfahren haben, werden sich mit dem Gedanken quälen müssen, dass ihre Babys häufig mit anderen menschlichen amputierten Gliedmaßen, Blutkonservenresten oder Organen entsorgt werden.

Viele betroffene Eltern kämpfen seit vielen Jahren für eine Bestattung ihres Kindes und schlossen sich einer Petition an den Bundestag an. Immerhin erreichte diese Petition, dass der Bundestag eine Abschaffung der 1000 Gramm Grenze für Fehlgeborene Kinder auf 500 Gramm senkte.

Es tut sich aber auch Gutes dahin sichtlich. Manche Friedhöfe errichten extra eine Sternenkinder-Gedenkstätte. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaftsgrabfläche mit passendem Gedenkstein. Verwaiste Eltern bekommen dort die Möglichkeit ihr Kind bei allen anderen Sternenkindern beisetzen zu lassen. Häufig können sie auch einen kleinen Gedenkstein oder eine Gedenktafel mit Namen und Daten anbringen lassen. So hat die Trauer einen Platz gefunden und die Eltern haben einen Zufluchtsort wo sie ihrem Kind nahe sein können.

Mit einem Klick auf den unteren Stern finden Sie
eine Liste der Sternenkinder-Gedenkstätten
Liste der Gedenkstätten oder Grabfelder für Sternenkinder

Weißt du was du bist?
Du bist ein Wunder. Du bist einzigartig.
In all den Jahren, die vergangen sind,
hat es nie ein Kind wie dich gegeben.

Pablo Casals